Vollnarkose beim Zahnarzt

© famveldman ID: 110015601, fotolia.com
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Wann ist eine Vollnarkose Beim Zahnarzt Sinnvoll?

 

Unangenehme Situationen würden wohl jeder gerne ausblenden. Einfach nichts davon mitbekommen, das ist ihr Traum. Zum Beispiel bei einer Behandlung beim Zahnarzt: Zweifelsohne gibt es Angenehmeres im Leben, aber dennoch kommt man nicht darum herum. Und aufschieben würde alles noch schlimmer machen. Zum Glück muss in der heutigen Zeit niemand mehr vor einem zahnärztlichen Eingriff Angst haben – notfalls gibt es ja die Vollnarkose. Wann es sinnvoll ist, diese anzuwenden, erklären wir Ihnen in diesem Artikel.

 

Was passiert bei einer Vollnarkose?

Von einem erfahrenen Anästhesisten wird dem Patienten eine Kombination verschiedener Medikamente verabreicht. Dadurch wird sein Bewusstsein kontrolliert für eine gewisse Zeitspanne ausgeschaltet, er verfällt in einen Tiefschlaf und bekommt nichts von dem mit, was passiert. Dieses Verfahren wird bei komplizierteren oder schweren Operationen angewendet, vor allem bei Eingriffen im oberen Körperbereich, wie am Herzen, an Kopf, Hals und Brustkorb. Und auch beim Zahnarzt.

 

Vollnarkose beim Zahnarzt: Wann kommt sie zum Einsatz?

Wir setzen in unserer Zahnarztpraxis auf moderne Zahnbehandlungen und nutzen in folgenden Fällen eine Vollnarkose:

 

ZAHNARZTPHOBIE

Wenn der Patient unter einer ausgeprägten Zahnarztangst leidet und die (größere) Behandlung ihn in eine Paniksituation versetzen würde, so ist es für den zu Behandelnden besser, wenn er davon nichts mitbekommt.

 

UMFANGREICHE EINGRIFFE

Ist beim Patienten eine komplexe, umfassende Behandlung notwendig, die mehr Zeit benötigt, bietet sich eine Vollnarkose an. Dies ist beispielsweise der Fall bei mehreren Zahnimplantatsoperationen oder der Entfernung von Weisheitszähnen, wenn sie eine komplizierte Lage eingenommen haben.

 

UNWIRKSAME LOKALANÄSTHESIE

Bei manchen Befunden, z. B. einem Abzess, wird eine lokale Anästhesie nicht die gewünschte Wirkung zeigen. Alternativ setzen wir dann eine Vollnarkose ein

 

GEHANDICAPTE PERSONEN

Für Patienten mit geistiger oder psychischer Behinderung, Verhaltensstörungen oder abnormem Würgereiz (hyperemetische Reaktionen) ist die Vollnarkose eine geeignete Maßnahme, um gewisse Behandlungen durchführen zu können. Das Gleiche gilt für Kinder mit mangelnder Kooperationsfähigkeit oder hypermotorische Patienten, die nicht in der Lage sind, ruhig zu sitzen.

 

Übernahme der Kosten durch die Krankenkasse

Die gesetzliche Krankenversicherung trägt die Kosten für eine Vollnarkose nur dann, wenn sie medizinisch notwendig ist, z. B. bei Kindern unter 12 Jahren, die nicht mit dem Zahnarzt zusammenarbeiten und daher unter örtlicher Betäubung nicht behandelt werden können, weiterhin bei Patienten mit geistiger Behinderung, schweren Bewegungsstörungen oder einer sehr ausgeprägten Zahnarztangst, die ärztlich anerkannt ist. Die Kosten werden ebenfalls übernommen, wenn Beruhigungsmittel oder örtliche Betäubungsmittel wegen einer organischen Erkrankung oder Allergie/Unverträglichkeit nicht eingesetzt werden dürfen. Für Patienten, denen ein größerer chirurgischer Eingriff bevorsteht, der nicht unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden kann, bezahlt die Krankenkasse die Vollnarkose ebenfalls.

Die Kosten werden nicht bei „Wunschnarkosen“ übernommen, d.h., wenn eine Vollnarkose medizinisch nicht notwendig ist, aber vom Patienten gewünscht wird. In diesen Fällen kann die Narkose als Privatleistung durchgeführt werden.

 

ZAHNBEHANDLUNGEN MIT VOLLNARKOSE IN AMBERG UND FREUDENBERG

Ob „Wunschnarkose“ oder notwendige Vollnarkose: In unseren Zahnarztpraxen in Amberg und Freudenberg arbeiten wir mit erfahrenen Anästhesisten zusammen, die Ihnen eine Betäubung geben können. So spüren Sie nichts von einer unangenehmen Behandlung.